Honig oder "Die Speise der Götter"

Die Honigverordnung sagt über Honig sehr nüchtern „Honig ist der natursüße Stoff, der von Honigbienen erzeugt wird, indem die Bienen Nektar von Pflanzen oder Sekrete lebender Pflanzenteile oder sich auf den lebenden Pflanzenteile befindende Exkremente von an Pflanzen saugenden Insekten aufnehmen, durch Kombination mit eigenen spezifischen Stoffen umwandeln, einlagern, dehydratisieren und in den Waben des Bienenstocks speichern und reifen lassen“.

Die Bienen produzieren den Honig als Nahrungsreserve für den Winter. Honig besteht zu 80 Prozent aus Zucker. Er ist eine hervorragende Energiequelle, die die Bienen brauchen, um im Winter ihren Stock zu heizen und nicht zu verhungern.

Als Ersatz für den von uns geernteten Honig bieten wir den Bienen im Spätsommer Invertzuckersirup (aus der Region) an.

 

Honig besteht aus verschiedenen Zuckerarten, vorwiegend aus Glucose (Traubenzucker) und Fructose (Fruchtzucker). Dazu kommen Pollen, Mineralien, Vitamine, Spurenelemente, Aminosäuren und Enzyme. Die Enzyme werden von den Bienen dem Nektar zugesetzt.

 

Das Verhältnis von Fructose zu Glucose entscheidet über den Geschmack und das Kristallisationsverhalten des Honigs: Überwiegt der Traubenzuckeranteil (wie z.B. bei Rapshonig), wird der Honig recht zügig fest. Überwiegt der Fructoseanteil (wie z.B. bei Akazien- oder Waldhonig), bleibt er länger fließfähig.

Die meisten Honige kristallisieren früher oder später. Durch schonendes Erwärmen bei unter 40 Grad kann der Honig wieder verflüssigt werden. So bleiben alle Wirkstoffe erhalten.

 

Damit der Honig so schön feincremig aufs Butterbrot kommt, rühren wir ihn vorsichtig mit einem speziellen Honigrührer. Bei Bedarf füllen wir den fertigen gereiften Honig in die Gläser ab.

 

Wie "gut" ein Honig ist, entscheidet natürlich der persönliche Geschmack - gut ist, was einem schmeckt. Aber Honig ist ein Naturprodukt, und das beinhaltet Abwechslung. Wie bei einem guten Wein unterscheidet sich der Honig von Jahr zu Jahr, von Ernte zu Ernte. Je nach Trachtverlauf (der vor allen Dingen vom Klima beeinflusst wird), Standort und Schleuderzeitpunkt fällt der Honig anders aus.

 

Interessant ist ... 

Allein für ein einziges Pfund Honig sind umgerechnet etwa 50.000 Flüge notwendig. Allerdings verbrauchen die Bienen selbst so viel Energie für die Brut und sich selbst, dass man weitere 50.000 Flüge dazu addieren muss. Die Bienen umkreisen damit fast zwei Mal die gesamte Erde, bis Sie das Glas Honig beim Imker erwerben können. Für eine 20-g-Portion Honig auf Ihrem Frühstücksbrötchen fliegen die Bienen rund 3000 Kilometer. Echter Bienenfleiß!